Daniela holt AK-Sieg

Lebhafter Wind, Blümchenkaffee und am Ende ein schmackhafter Pokal

 

Alle Zeichen standen auf - ja nicht nach Podersdorf. Schlechte Wettervorhersagen, Lustlosigkeit und die daraus resultierende Frage: „Warum habe ich mich da überhaupt angemeldet?“. Der VW Bus gab Daueralarm in Form von Leuchtzeichen, Gedanken auf ein kuscheliges Wochenende daheim keimten auf, aber die Werkstatt gab Entwarnung. Also fuhren wir los. Natürlich Stau, endlich angekommen, noch im Trockenen Zelt aufgebaut und festgestellt, Chip vergessen. Hoffnung auf keine Leihgabe von Pentek, Fehlanzeige, hatten sie.

Sonntag Morgen. Sturm, Regen, zu unmotiviert, um den Schlafsack zu verlassen, Außentemperatur 13, Wasser 17 Grad.

Meine „Groupies“ warfen mir fehlenden Kampfgeist vor. Dies wollte ich nicht auf mir sitzen lassen. Der Blick auf den See, der in seiner Färbung eher an einen Riesenpott Blümchenkaffee (pfui) erinnerte und zusätzlich noch große Wellen schlug, ließ das Stimmungsbarometer auch nicht steigen.

10:40 Uhr, zweite Welle, Geh- und Springverbot! Was bitte soll das bedeuten? Ich war noch niemals im Neusiedler See. Bei den ersten Schwimmversuchen wurden mir die Worte - ach in Podersdorf, da gehst einfach - klarer. Nichtsdestotrotz versuchte ich mich an die Regeln zu halten, was aufgrund von lebenden, gehenden Mauern, Walking Dead lässt grüßen, nicht immer funktionierte.

Die letzten Meter des Schwimmens durften offiziell gegangen werden, also runter mit dem Neopren, leider flog das Reißverschlußband bei lebhaftem Wind immer davon – hier vielen dank unbekannter Weise an den netten Mitstreiter der hilfreich an der Schnur zog.

Endlich am Rad war es kurz lustig, ansonsten kämpfte ich mit gefühltem dauerhaftem Gegen- und Seitenwind, wobei ersterer noch der angenehmere war, Autos die mich überholten und letztendlich langsamer fuhren als ich. Daher Radzeit nicht übel aber naja. Dann rein in die Laufschuhe und ab zum mittlerweile zu Angstdisziplin mutiertem Schlussteil, nur Pflicht nicht Kür. Diesmal war es anders. Kraftvolles Laufen und mit 43:10 eine Zeit die ich selbst in einem fraktionierten 10km Rennen selten gezeigt habe.

Am Ende stand eine Zeit knapp unter 2:20 für die Olympische, Platz 4. Gesamt und AK 1.

 

Die beste Entscheidung war wohl mich im Sommer dafür zu entscheiden die Planung meines Trainings an Andy Madlmair auszulagern und als gelerntes DDR Kind einfach den Anweisungen zu folgen.  Vielen Dank in seine Richtung, ich bin gespannt was da noch so kommt.

 

Abschließend kann ich sagen, Podersdorf war sehr gut organisiert, die Wetterbedingungen sind Schicksal und um die Mängel, welche auftraten, weiß der Veranstalter und er wird so hoffe ich Lösungen finden.

 

Ich habe ein kinderfreies Wochenende genossen, bin mit genug Endomorphin im Blut nach Hause gereist. Über einen weiteren Start im Burgenland, entscheidet der Wasserstand des Steppensees, das Wetter und das kurzfristige Erhaschen eines Platz.